• Verena Katharina Seidl

3 Tipps, wie du Selbstsabotage stoppen kannst

Wenn dich dein innerer Kritiker oder dein Schweinehund immer wieder davon abhält, deine Ziele, Träume und Visionen zu verfolgen, kannst du dich schnell mal in einer Phase der Stagnation wiederfinden und der erste Schritt scheint immer weiter in die Ferne zu rücken. Was du tun kannst, um aus diesem Gedankenkarussell auzusteigen, erfährst du in diesem Blogartikel.




Wenn du dir selbst im Weg stehst ...


Overthinking kills happiness - das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Aber manchmal sind wir so sehr in unseren eigenen Gedanken versunken, dass wir es gar nicht mehr bemerken, wie und was wir eigentlich über uns selbst denken, wie wir mit uns umgehen und wie oft wir uns selbst kleinhalten, unter Druck setzen oder kritisieren. Immerhin schwirren uns am Tag um die 80.000 Gedanken im Kopf herum, da kann es schon mal passieren, dass wir da den Überblick verlieren und manchmal nicht so schön über uns selbst denken oder sprechen. Aber wie immer lautet auch hier meine Devise: Nichts passiert ohne Grund und alles dient für unser eigenes Wachstum - wenn wir uns dafür entscheiden.


1) Du bist immer genau dort, wo du sein sollst.


Ja, es hat schon seine Berechtigung, wenn du dich selbst in einer dieser Phasen der Stagnation, Selbstkritik und Prokrastination wiederfindest. Manchmal sind solche Momente nämlich wirklich ein Geschenk für unsere eigene Entwicklung - nämlich dann, wenn wir unseren inneren Schweinehund Stück für Stück überwinden und lernen, dass unser Verstand zwar an sich ein wichtiges Werkzeug für uns ist, aber hin und wieder eben auch unser größter Feind sein kann.


Eine Affirmation, die mir persönlich immer wieder hilft, ist: Alles ist gut, so wie es ist. Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort und tue genau das Richtige.


Selbstsabotage ist nämlich auch, ständig ungeduldig zu sein und zu glauben, dass wir unsere große Vision bereits am besten gestern schon hätten umsetzen sollen. Damit laden wir uns eine riesen Portion unnötigen Druck auf, denn alles kommt sowieso erst dann in unser Leben, wenn es an der Zeit ist - alles andere würde uns in 99% der Fälle völlig überfordern.


Wenn ich eines gelernt habe in den letzten Monaten, dann, dass es meistens anders kommt, als geplant und dass wir absolut nichts erzwingen können. Manchmal ist es wirklich hilfreich, sich an den kleinen Zielen im Alltag festzuhalten, kleine Schritte zu gehen und dann am Weg rückblickend erkennen, wie die eigentliche große Vision Stück für Stück bereits gewachsen ist.


2) Niemand hat diese Phasen nicht. Don't be too hard on yourself.


Nein, wirklich jetzt. Setz dich nicht noch mehr unter Druck, nur weil du dich zu sehr unter Druck gesetzt hast. Das macht keinen Sinn - fällt dir vielleicht auch hier während dem Lesen auf, oder? :-)


Gib dir selbst das Verständnis und Mitgefühl dafür, dass du dich selbst kritisiert hast. ABER gib dir dann auch wieder den nötigen Kick, wie es dein/e beste/r Freund/in in der Situation tun würde, um dich wieder auf deine Ziele, Träume und Visionen zu fokussieren.


Und außerdem: Niemand hat diese Phasen der Selbstsabotage nicht. Wenn dir jemand erzählt, er sei ständig motiviert, ständig am Hustlen und am Träume verwirklichen, dann kann auch das eine stille Form der Selbstsabotage sein. Denn meistens liegt unter diesem Deckmantel der eigentliche Schattenanteil, der nicht gesehen werde möchte: Vielleicht die Angst zu versagen, die Angst nicht gut genug zu sein oder das Gefühl, ohne die Arbeit keinen Sinn im Leben zu haben. Es können viele unterschiedliche Gründe sein, aber niemand kann IMMER on point funktionieren. Jede/r ist irgendwann an einem Punkt, an dem man sich nicht gut genug fühlt, Angst hat, an sich selbst zweifelt oder die To-Dos gerne mal aufschiebt.


3) Bring dich wieder ins Jetzt.


Warum kritisierst du dich denn selbst? Weil du irgendetwas anders machen hättest sollen? Weil du etwas erreichen möchtest, was du noch immer nicht geschafft hast? Weil etwas nach mehreren Versuchen noch immer nicht funktioniert hat?


Merkst du, wenn du diese Fragen liest, in welcher Zeit du mit deinen Gedanken bist? Richtig, entweder hängst du in dem Fall an einem Ereignis der Vergangenheit fest oder du bist gedanklich und emotional bereits in der Zukunft.


In beiden Fällen ist deine Aufmerksamkeit und somit auch deine Energie überall anders, nur nicht bei dir im aktuellen Moment. Dabei ist das Jetzt der einzige Moment, in dem wir wirklich kraftvoll und bewusst etwas erschaffen können: Hier spielen auch die unzähligen neuronalen Verbindungen in unserem Gehirn eine Rolle. Weil wir oft jahrelang unbewusst auf Basis von vergangenen Erlebnissen, aus denen früher oder später Glaubenssätze entstanden sind, unsere Realität erschaffen haben, ist auch unser Gehirn neurologisch darauf programmiert worden immer wieder dieselben Szenarien, basierend auf der Vergangenheit, zu kreieren. Das heißt, es erfordert unsere volle Aufmerksamkeit und Bewusstheit, tatsächlich aus einem Gedankenkarussell auszusteigen, mit unserem Fokus ins Jetzt zu kommen und in unserem Gehirn neue neuronale Netzwerke aufzubauen bzw. bestehende umzuprogrammieren.


Der einfachste Weg das zu tun ist die Meditation. Allerdings ist es hier wichtig für dich deine eigene passende Art der Meditation zu finden. Natürlich kannst du die klassische Form wählen, aber auch kreative Arbeit kann beispielsweise meditativ wirken. Es sollte eine Art der Meditation sein, die sich für dich richtig anfühlt und bei der du keinen Zwang verspürst.


Alternativ kannst du auch einfach mit ein paar bewussten Atemzügen täglich beginnen und diese dann stetig steigern, bis du Meditation in der Stille für eine längere Zeit praktizieren kannst.


Fazit: All is well.


Je mehr du dir den Druck rausnimmst und je mehr bewusste Pausen du dir gönnst, umso produktiver kannst du sein. Geh in aktiv in die Beobachterrolle deiner Gedanken und gib dir selbst den nötigen Kick, den du von deinem/r besten Freund/in erhalten würdest.

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