• Verena Katharina Seidl

Warum aus unseren tiefsten Ängsten die größte Kraft entstehen kann

Ängste sind unangenehm: Sie lassen uns erstarren, lähmen uns, halten uns davon ab, Entscheidungen zu treffen, lassen uns zweifeln und gleichzeitig sind sie die größten Geschenke.

„Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.

Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind.

Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, talentiert und fantastisch sein darf?

Wer bist du denn, es nicht zu sein?"

- Marianne Williamson


Angst ist nicht gleich Angst


Ganz oft ist uns gar nicht bewusst, dass wir uns gerade im Angst-Modus befinden. Denn meistens wird die tiefsitzende Angst durch eine andere Emotion überlagert und äußert sich nicht unbedingt als Gefühl der Angst, sondern vielmehr als Ohnmacht, Frustration, Wut, Trauer, Schuld, Scham oder Aussichtslosigkeit.


Tatsache ist, dass sich hinter unserer Angst immer unser größtes Potenzial verbirgt. Im Laufe unseres Lebens werden wir immer wieder dazu aufgerufen, diese Ängste step by step hinter uns zu lassen und aufzulösen. Manchmal durch "kleinere" Vorfälle im Alltag, nicht selten aber auch durch Schicksalsschläge, die uns förmlich dazu zwingen, ein bestimmtes Thema von uns anzusehen. Sich einer Angst zu stellen kann schon mal zu einer Herausforderung werden, da unser Ego uns gerne in dem Glauben lässt, dass die Angst größer sei, als wir selbst - was (surprise, surprise!) nicht der Fall ist! 😉


Folgende tiefsitzende Ängste bzw. Urängste des Menschen können dabei in unserem Leben eine Rolle spielen - vielleicht kannst auch du dich mit dem ein oder anderen Punkt identifizieren: Verlustangst, Angst vor Ablehnung (auch in Verbindung mit mangelndem Selbstwertgefühl bzw. Wertlosigkeit), Angst vor Kontrollverlust, Angst vor dem Leben, Angst vor der Liebe, Angst vor der eigenen Macht, Angst vor dem Ungewissen, etc.


Das kollektive Angstfeld


Wir alle sind über kollektive Informationsfelder miteinander verbunden. Ob du dies nun das Quantenfeld, die Akasha-Chronik, morphische Felder, die Urquelle oder Gott nennen magst - wir sprechen hier vom selben Ursprung. Es ist ein Feld, das alle Informationen und Möglichkeiten, die es jemals gab, gibt und geben wird, beinhaltet. Dieses Feld wird von unseren Gedanken, Gefühlen und von all dem, was wir aussenden, beeinflusst und im Gegenzug nehmen auch wir Informationen aus diesem Feld ebenso auf und wahr.


Wir Menschen sind also weder voneinander getrennt, noch getrennt von diesen Feldern! Unsere eigenen Handlungen, Worte, Gefühle und Gedanken haben somit ebenso Einfluss auf andere, als auch auf uns selbst. Verändern wir also etwas in uns, so beeinflusst das auch das Kollektiv!


Aktuell wird die Menschheit mit verschiedensten Ängsten, die bereits seit Jahrhunderten und Jahrtausenden im Feld abgespeichert sind, konfrontiert, um diese aufzulösen. Wir leben in einer Zeit, in der sich ein neues, hochfrequentes Bewusstsein auf unserem Planeten manifestieren möchte - ein Bewusstsein der Verbundenheit und der Liebe und jeder Mensch ist daran beteiligt. (Ja, auch du! 😉)


Wenn wir uns daran erinnern, dass alles, was ist, im kleinsten Detail reine Information ist, die auf einer bestimmten Frequenz schwingt, dann ist Angst eine der dichtesten Schwingungen auf einer sehr niedrigen Frequenz. Von genau diesen niedrigschwingenden Frequenzen dürfen wir uns in der aktuellen Zeit lösen. Dies funktioniert allerdings nur, indem wir uns nicht länger von unseren Ängsten ablenken, sondern sie ganz bewusst ansehen und transformieren.


Ängste, die sich im Außen als Wut, Ohnmacht, Aussichtslosigkeit und Schuldzuweisung tarnen, werden uns aktuell im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen geführt, um sie aufzulösen. Die Themen kommen nun kollektiv, als auch nach und nach individuell bei jeder/m Einzelnen hoch und wollen - ob wir damit einverstanden sind oder nicht - gesehen werden. Dabei ist es völlig egal, ob wir Angst um die eigene Gesundheit, Angst, jemanden oder etwas zu verlieren oder Angst vor politischer Unfreiheit haben. Alles entspringt demselben Gefühl - nämlich der Angst. In allen Fällen dürfen wir hinsehen und uns selbst ehrlich fragen: Was ist es, wovor ich Angst habe? Wogegen bin ich im Widerstand? Was löst diese Situation in mir aus?


Was kannst du aktiv tun?


Selbstreflexion: Gehe in die Selbstreflexion und stelle dir Fragen zum Thema Angst, die du so ehrlich als möglich beantwortest. Frage dich, ob du die Gefühle wie Ohnmacht, Hilflosigkeit, Unterdrückung, Wertlosigkeit, Wut, etc. vielleicht bereits kennst (z.B. aus deiner Kindheit?) und löse sie auf. Wichtig: Sei ehrlich und neutral dir selbst gegenüber! (👉 Hier kannst du dir übrigens auch ein PDF mit Reflexionsfragen von mir zum Thema Angst & Vertrauen holen. *coming soon)

Fokus: Behalte den Fokus bei dir und darauf, was du aktiv für dich verändern kannst. Richte deine Aufmerksamkeit darauf, was dir gut tut und was dir Freude bereitet. Achte auf dich und fülle deinen eigenen Akku auf. So bleibst du in deiner Mitte.

Akzeptanz: Gehe in die Akzeptanz von dem, was bereits da ist. Solange du eine Situation, so wie sie ist, nicht akzeptieren kannst, befindest du dich automatisch im Widerstand und das kostet Kraft. Du kannst dir das so vorstellen, als würdest du mit all deiner Kraft versuchen, einen Fluss aufhalten zu wollen: Früher oder später wirst du bemerken, dass dir die Menge an Wasser zu viel wird und du den Fluss nicht mehr aufhalten kannst. Auch ganz wichtig: Etwas zu akzeptieren, so wie es ist, bedeutet nicht, es gut zu heißen! Es bedeutet lediglich, dass du die Erfahrung anerkennst und da sein lässt, so wie es jetzt gerade ist. Und nun das Paradoxe: Sobald du in der Akzeptanz bist, hast du die Möglichkeit und die Kraft, es zu verändern.


Erinnere dich also immer wieder daran, dass alle Ängste ein großes Geschenk für dich und für uns alle bereithalten, sobald sie erkannt und aufgelöst wurden, nämlich: Freiheit.


Hast du Fragen zum Thema Ängste? Melde dich gerne bei mir.


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